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Glaube nicht, dass die Teilnahme von Pfarrer*innen und Theolog*innen auf Social Media relevante (inhaltlich-diskursive) Öffentliche Theologie ist. In manchen Fällen mögen die Kontakte seelsorgerlich sein, meistens handelt es sich aber um eine ostentative, hinweisende, Funktion. Ähnlich wie Fischaufkleber auf dem Auto oder auf dem Macbook bei Starbucks: Es gibt uns, wir reden miteinander und kommentieren das Weltgeschehen, ihr könnt uns gern dabei zuschauen. Jede Bubble ist immer auch ein Planet.

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Was macht man aber mit der Feststellung, dass Medien wie Facebook und Twitter ziemlich gesättigt sind mit solchem Gestikulieren von hunderten von Bubbles? Müsste man im Hinblick auf den Hinweis nicht in andere Plattformen hinein gestikulieren (reddit, telegram usw..)? Oder wäre das eine Form von künstlich-inauthentischer Passivmission, und damit weder reizvoll noch länger durchhaltbar?

Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass man sich als Pfarrerin im Experimentierfeld Digitale Kirche natürlich aus bestimmten Plattformen und Diskurskonstellationen verabschieden darf, wenn man sie nicht mehr als zielführend oder besonders effektiv ansieht. Wäre dem nicht so, müsste man sich fragen, warum man nicht auf StudiVZ oder MySpace präsent ist. Eine bessere Frage wäre, warum man strategisch damit zufrieden ist, nur auf Twitter zu sein...

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